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Psychodynamische Modelle

Einen Versuch, das psychodynamische Verständnis von Angststörungen in heutiger Sicht zusammenfassend darzustellen, unternahm Huber (1999):

„Die unmotivierte, nicht objektgebundene Angst kann als existentielle Angst (Untergrundangst) im normalen und nichtneurotischen Seelenleben als allgemeine Grunderfahrung des Menschen vorkommen (…). Sie kann aber bei der Angstneurose auch Leitsymptom einer neurotischen Entwicklung sein; doch muss hier stets vorrangig eine endogene, schizophrene oder zyklothyme Erkrankung ausgeschlossen werden. Bei der Angstneurose (FREUD, 1895) tritt die Angst bei den hilflos-anklammernd erscheinenden Patienten als mit vegetativen Symptomen einhergehender Angstanfall (der phänomenologisch der ‚neurotischen Herzphobie‘, …, und den ‚dysästhetischen Krisen‘ bei endogenen Psychosen entsprechen kann) oder als nicht auf ein bestimmtes Objekt bezogenes, frei flottierendes, intensives, länger anhaltendes Angstsyndrom auf. FREUD nahm ursprünglich als Ursache einen aktuellen Konflikt in Form sexueller Frustration mit Umsetzung verdrängter Libido in einen Angstaffekt an (…), z.B. bei Coitus interruptus oder Aufgabe von Ipsation (Onanie). Später und bis heute denkt man mehr an Trennungsängste (Verlassenwerden und dadurch bedingte Hilflosigkeit) bei Menschen, die in der Biographie Züge von Trennungsempfindlichkeit (angstneurotische Familienkonstellation) zeigen und stark von Schutzfiguren abhängig sind; ähnlich wie bei der Herzphobie (…) kann die Anwesenheit von Schutzfiguren, z.B. eines Arztes, das Symptom beheben. Angstneurotische Symptome kommen für sich allein oder kombiniert mit anderen neurotischen Erscheinungen, z.B. auch mit – lokalisierten – Phobien vor. Übereinstimmung besteht darin, dass Angstneurosen wie Phobien Ausdruck ungelöster Konflikte sind, wobei besonders die unbewusste Angst, Zuwendung zu verlieren, alleingelassen zu werden, Aggressionshemmung und Verkehrung ins Gegenteil eine Rolle spielen.“

Huber: 1999, S. 460.

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kannte das Phänomen Angst in zwei Zusammenhängen:

Nach psychoanalytischem Verständnis handelt es sich bei der Ausbildung einer Phobie in allererster Linie um eine aktive psychische Leistung, und zwar im Besonderen um das Ergebnis einer intrapsychischen Abwehr: angsterregende Bewusstseinsinhalte werden verdrängt, wobei an die Stelle der ursprünglichen Inhalte (es kann sich um Vorstellungen oder Gefühle handeln) belanglose äußere Situationen gesetzt werden. Die Angst wird also an einen anderen „harmlosen“ Ort verschoben, dem der „eigentliche (verbotene und deshalb angstbesetzte und verdrängte) Inhalt“ nicht mehr angesehen und zugeordnet werden kann. Die Verschiebung ist selbst für den Betreffenden selber nicht mehr bewusst, auch er staunt, wo die Angst herkommt.

Es ist zu beachten, dass die Phobie mehr als einfache Verdrängung ist. Diese würde zu einer akzeptablen Lösung nicht ausreichen. Durch die Verdrängung des spezifischen Vorstellungsinhaltes erfährt nämlich die vorher gebundene und gerichtete Furcht eine Regression zu einer ungebundenen entdifferenzierten diffusen Angst, die wegen des freien Flottierens äußerst schlecht zu ertragen ist. In einer zweiten Phase muss daher der Hauptabwehrmechanismus des phobischen Modus, nämlich die Verschiebung, zum Einsatz kommen, wodurch „künstlich“ die Bindung an einen neuen Inhalt erreicht wird. Greenson formulierte dies einmal so: „Eine Form der Angst wird als Abwehr gegen eine andere Angst benutzt.“

Giedenbacher, Yvonne, Stadler-Vida, Michael, Strümpel, Charlotte: Qualität von Unterstützter Beschäftigung aus Sicht der Beteiligten. Europäisches Zentrum für Sozialforschung und Wohlfahrtspolitik, Wien 2003. Im Internet: http://www.quip.at/Manual_deutsch.pdf

Hamburger Arbeitsassistenz: talente. Ein Angebot zur Förderung von Frauen mit Lernschwierigkeiten im Prozess beruflicher Orientierung und Qualifizierung. Theoretische Grundlagen, Projektbeschreibung, Methoden, Materialien, Filme, Begleit-DVD. Hamburg: Hamburger Arbeitsassistenz 2008.

Hamburger Arbeitsassistenz: bEO - berufliche Erfahrung und Orientierung; Theoretische Grundlagen, Projektbeschreibung, Methoden, Materialien. Hamburg 2007.

Hermann, Eveline: Ein Experte für dich. Unterstützte ArbeitnehmerInnen als BeraterInnen für den beruflichen Werdegang. In: impulse (2011), H.56, 8-11. Im Internet: http://www.bag-ub.de/impulse/download/impulse56-web.pdf

Hohn, Kirsten: Der Weg in den Beruf - Qualifizierungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Lernschwierigkeiten. BAG UB, Hamburg 2011. Im Internet: http://www.bag-ub.de/publikationen/Der_Weg_in_den_Beruf.pdf

Hohn, Kirsten: Qualitätskriterien für die Vorbereitung, Begleitung und Auswertung von Betriebspraktika. Ein Handlungsleitfaden für Fachkräfte in der beruflichen Integrationsarbeit. 2. leicht veränderte Auflage Hamburg 2008. Im Internet: http://www.bag-ub.de/publikationen/qualitaetskriterien.pdf

ISB – Gesellschaft für Integration, Sozialforschung und Betriebspädagogik (Hrsg.): Entwicklung der Zugangszahlen zu Werkstätten für behinderte Menschen. Berlin 2008. Im Internet: www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/forschungsbericht-f383.pdf

Kaßelmann, Olaf/Rüttgers, Julia: Abschlussbericht. Projekt Integration – 8 Jahre danach. Verbleibs- und Verlaufsstudie der von Integrationsfachdiensten in Westfalen-Lippe in den Jahren 1994 bis 1997 auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelten schwerbehinderten Menschen mit Lernschwierigkeiten. Landschaftsverband Westfalen-Lippe Integrationsamt (Hrsg.). Münster 2005. In: Podreader Lesebrille oJuXZFQc

Markowetz, Reinhard: Freizeit behinderter Menschen. In: Cloerkes, Günther: Soziologie der Behinderten. Eine Einführung. 3. neu bearbeitete und erweiterte Auflage Heidelberg 2007, 307-340.

Melzer, Rüdiger, Laudwein, Erich, Eiden, Marlene: Lernarrangement >Schülerfirma<. Ein neuer Ansatz der beruflichen Vorbereitung auf der Werkstufe der Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung. In: Hirsch, Stephan/Lindmeier, Christian (Hrsg.): Berufliche Bildung von Menschen mit geistiger Behinderung. Neue Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben. Weinheim, Basel 2006, 64-87.

Ministerium für Arbeit, Soziales, Familien und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz (MAFSG): Persönliches Budget für Arbeit. Mainz 2006.

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